Elektromobilität: gestern – heute – morgen

Die Kieserling Stiftung fördert Sonderausstellung im Focke-Museum

Vom 30. März bis 6. Juli 2014 dreht sich im Focke-Museum alles ums Thema Elektromobilität. Das Bremer Landesmuseum zeigt zwei sich ergänzende Sonderausstellungen, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Elektromobilität beleuchten. Im ersten der beiden Ausstellungsräume wird die vom Verkehrszentrum des Deutschen Museums entwickelte Schau Aufgeladen! Elektromobilität zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu sehen sein, im zweiten Raum lädt die von der Fraunhofer Gesellschaft konzipierte Ausstellung Antrieb Zukunft. Elektromobilität auf der Spur zum Entdecken ein.

Klimawandel, schwindende Rohstoffressourcen und Städte, die um die Reduzierung der Emissionen kämpfen – Elektromobilität gilt als Chance für eine saubere und ressourcenschonende Mobilität. Doch kann sie unsere Mobilität wirklich nachhaltig verändern oder bleibt sie ein vorübergehender Trend? Schon einmal mussten elektrische Antriebe den Verbrennungsmotoren das Feld überlassen. Dabei sah es Ende des 19. Jahrhunderts so aus, als würden sich Elektrofahrzeuge durchsetzen. Schon 1881 wurde das erste Elektromobil vorgestellt. Die Laufruhe, die einfache Bedienbarkeit und die fehlenden Abgase waren klare Vorteile gegenüber den Benzinern. Doch die Batterietechnik setzte der Elektromobilität Grenzen und so startete der Verbrennungsmotor seinen Siegeszug im Individualverkehr. Nur im öffentlichen Verkehr und im Nutzfahrzeugbereich konnten Elektrofahrzeuge eine Nische erobern, wie der Elektroschlepper der Hansa-Lloyd Werke AG, Bremen. Die 4,5 t schweren Fahrzeuge versorgten in den 1920er-Jahren den Fischereihafen mit dem Fabrikeis der Bremerhavener Eiswerk GmbH.

„Mit den beiden Ausstellungen knüpft das Focke-Museum wieder an Bremer Traditionen, denn Anfang des 20. Jahrhunderts war Bremen ein wichtiger Standort für die Produktion von Elektrofahrzeugen, wie dem Elektroschlepper der Hansa-Lloyd Werke-AG,“ so Frau Dr. Frauke von der Haar, Direktorin des Focke-Museums. Und auch heute ist Elektromobilität ein wichtiges Thema für Bremen, so gehört die Hansestadt seit 2009 zur Modellregion Bremen/Oldenburg für Elektromobilität.

Aufgeladen! Elektromobilität zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Die Ausstellung des Deutschen Museums/Verkehrszentrums blickt zurück in die über 100 Jahre alte Geschichte der Elektromobilität und beschreibt den aktuellen Stand der Technik wie spezielle Motoren, Getriebe, Crash-Elemente, Akkus und Ladesäulen. Sie zeigt an Beispielen wie zukünftige Mobilitätskonzepte durch Verbindungen der Bereiche Mobilität, Energiewirtschaft und Kommunikation aussehen könnten. Highlights der Ausstellung sind historische Exponate der Elektrotechnik wie der Slaby-Beringer von 1920 und die Volta`sche Säule von 1800. Aber auch aktuelle Elektroautos, und Pedelec-Fahrräder werden in der Ausstellung gezeigt.

Antrieb Zukunft. Elektromobilität auf der Spur
Unter dem Dach der „Systemforschung Elektromobilität“ vereint die Fraunhofer-Gesellschaft die Kompetenz von mehr als 30 Forschungsinstituten. Am Bremer Standort arbeitet das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM unter anderem an elektrischen Systemen und Energiespeichern. Insgesamt werden aufeinander abgestimmt alle Wertschöpfungsstufen der Elektromobilität erforscht, von der Energieerzeugung über die Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, die Energiespeicherung, Fahrzeugkonzepte bis hin zu Nutzungs- und Abrechnungskonzepten. Die Ergebnisse dieser unterschiedlichen Forschungsfelder veranschaulicht die von der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelte Ausstellung an zehn interaktiven Exponaten. Besucher können einen Röntgenblick in den laufenden Fraunhofer-Radnabenmotor werfen, im virtuellen Testzentrum Versuche am Elektroauto durchführen und alles über die Batterietechnik und die Stadt der Zukunft erfahren.

Das Focke-Museum ergänzt die beiden Ausstellungen um zusätzliche Exponate, wie den Elektroschlepper der Bremerhavener Eiswerk GmbH, einem Schnittmodell der B-KLasse von Mercedes-Benz, einer Elektrokarre von 1945 und modernen Elektrofahrzeugen. „Besonders freuen wir uns darüber, dass es uns gelungen ist, eine aktive Ladesäule beim Focke-Museum zu platzieren,“ erklärt Norbert Kölle, kaufmännischer Geschäftsführer des Focke-Museums.

Parallel zur Ausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. In Vorträgen und Diskussionsforen erörtern Experten die Rolle von Elektrofahrzeugen für die Mobilität der Zukunft. Zudem ermöglichen Probiertage den eigenen Kontakt mit der neuesten Elektromobiltechnik.

Das Focke-Museum dankt für die finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung von Exponaten der swb AG, Die Sparkasse Bremen AG, Mercedes-Benz, Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V., Conrad Naber Stiftung, Stromradhaus GmbH, Kieserling-Stiftung, Energy Consulting Mai GmbH, Move About GmbH, Nehlsen GmbH und Co. KG und Nordwest-Mail GmbH.

Pressebilder zum Download:
www.focke-museum.de/elektro_pressefotos

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